Neu, bewährt, experimentell und wiedererkennbar. Der neue Theater Hagen-Spielplan hat es in sich.

 

Hefte3Hagen. Viele Theaterkenner und Freunde des Theater Hagen waren schon lange auf den neuen Spielplan gespannt. Denn für den Spielplan 2018/19 zeichnet erstmals Intendant Francis Hüsers verantwortlich.

Dazu kommen Generalmusikdirektor Joseph Trafton, Ballettdirektor Alfonso Palencia und Lutz-Leiterin Anja Schöne.

Hüsers: „Etwas Neues beginnen, Bewährtes variierend wiederholen, Experimente wagen, aber doch die Wiedererkennbarkeit der Tradition sichern – das waren die praktischen Leitlinien, die wir bei der Aufstellung des Spielplans für 2018/19 befolgt haben.“

Entstanden ist insgesamt ein umfangreiches und vielseitiges Programm für Besucher aller Altersstufen.

Schauen wir also gleich ohne Umschweife in das neue Programm:

Start mit fetziger Undergroundshow

Als erste Premiere im Großen Haus steht „Take a Walk On The Wild Side“, eine fetzige, von Thilo Borowczak inszenierte und von Andres Reukauf musikalisch arrangierte und dirigierte Undergroundshow mit Musik von Lou Reed & The Velvet Underground, Jimi Hendrix, The Doors, David Bowie, Janis Joplin, The Rolling Stones, Patti Smith auf dem Programm (8.9.2018).


Verdi-Oper ab Ende September

Im Musiktheaterbereich stellt die von Generalmusikdirektor Joseph Trafton dirigierte Eröffnungspremiere die Präsentation der Oper „Simon Boccanegra“ von Giuseppe Verdi dar (29.9.2018). Die verworrene Geschichte dieses musikalischen Meisterwerks dem Publikum verständlich zu machen, ist Absicht der Regisseurin Magdalena Fuchsberger – der Abgesang des Patriarchats wird zelebriert, man darf gespannt sein!


200 Jahre Jacques Offenbach

2019 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag von Jacques Offenbach – das Hagener Theater führt ab Oktober 2018 (27.10.2018) dessen schwungvolle und mitreißende Operette „Pariser Leben“ in der Inszenierung von Holger Potocki unter der musikalischen Leitung von Rodrigo Tomillo auf.


Märchenoper ab Dezember

Neben dem Märchen zur Weihnachtszeit wird auch eine Märchenoper angeboten: „Rusalka“ von Antonín Dvořák (Premiere: 1.12.2018), die v.a. durch das berühmte ‚Lied an den Mond‘ bekannt ist. Dieses berührende Werk wird szenisch von Nina Kupczyk, einer international aufstrebenden Regisseurin, umgesetzt, die musikalische Leitung hat Joseph Trafton inne.

Es folgt die Neuproduktion der komischen Oper „Il turco in Italia“ von Gioacchino Rossini (2.2.2019) in der Inszenierung von Christian von Götz unter dem Dirigat von Steffen Müller-Gabriel.


Leckerbissen für Verdi- und Chorfans

Alle Verdi- und Chorfans können sich auf den 9.3.2019 freuen, wenn erstmals ein speziell für das Hagener Theater entwickelter szenischer Abend unter dem Titel „Viva Verdi“ präsentiert wird, bei welchem insbesondere berühmte Chöre aus verschiedenen Opern dieses italienischen Komponisten dargeboten werden (Regie: Andreas Bode, musikalische Leitung: Rodrigo Tomillo).


„Tristan und Isolde“ als Höhepunkt

Einen Höhepunkt dieser Spielzeit stellen die insgesamt fünf Aufführungen der Oper „Tristan und Isolde“ von Richard Wagner dar (Premiere: 7.4.2019). Was uns die wohl berühmteste Oper dieses Komponisten heute noch zu Liebe und Tod sagen kann, werden Generalmusikdirektor Joseph Trafton und Regisseur Jochen Biganzoli erkunden – Erregung garantiert!


Darstellende und bildende Kunst kooperiert

In einer konzertanten Aufführung ist sodann das dramatische Madrigal „Combattimento di Tancredi e Clorinda“ von Claudio Monteverdi zu erleben (18.4.2019). Diese Aufführung wird begleitet von einer Kunstpräsentation des Osthaus Museums. In einem Miteinander von darstellender und bildender Kunst auf der Bühne geht es um Liebe, Tod und Auferstehung (musikalische Leitung: Andrej Doynikov).


Oper und Ballett spartenverbindend

Als spartenverbindende Produktion zwischen Oper und Ballett findet mit Premiere am 18.5.2019 die Präsentation der Oper „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell sowie der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel statt. Alfonso Palencia choreographiert auf Händels Musik die anrührende Geschichte einer unmöglichen Liebe, die schicksalsgeleitet in Trennung und Tod enden muss. Genau das ist auch der Inhalt der von Francis Hüsers inszenierten Oper. Ballett und Oper treten in einen Dialog, der die von Rodrigo Tomillo dirigierten Werke in einen dramaturgischen Bezug setzt und so neue Perspektiven auf die beiden Gattungen ermöglicht.


Musical „Spring Awakening

Den Abschluss des Musiktheater-Premierenreigens bildet die Neuinszenierung des rockigen Musicals Spring Awakening“ (basierend auf Frank Wedekinds Schauspiel „Frühlings Erwachen“) von Duncan Sheik (15.6.2019). Dies ist eine erneute Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück und dem Regisseur Sascha Wienhausen (musikalische Leitung: Steffen Müller-Gabriel).


Wiederaufnahmen

Wiederaufgenommen werden die Produktionen der Oper „Tosca“ von Giacomo Puccini (2.9.2018) und der Musicals „Kiss me, Kate“ von Cole Porter (9.9.2018) und „The Rocky Horror Show“ von Richard O‘Brien (10.2.2019).


Ballett

Das Ballett präsentiert, nach der Wiederaufnahme von „Cinderella“ in der Choreographie und Inszenierung von Alfonso Palencia mit der Musik von Sergej Prokofjew (15.9.2018), als erste Premiere einen dreiteiligen Abend unter dem Titel „Move On“ (13.10.2018). Neben einer eigenen neuen Kreation von Palencia („Movinos!“) werden Werke der international renommierten Choreographen Cayetano Soto („Uneven“) und Itzik Galili („Ephemeron“) aufgeführt. Damit kann die Compagnie erneut ihre Vielseitigkeit in der Umsetzung verschiedener choreographischer und tänzerischer Stile zeigen.

Als zweite Ballettproduktion steht der spartenverbindende Doppelabend „Wassermusik und Dido and Aeneas“ (Angaben s. oben) auf dem Programm (18.5.2019). Zudem wird es auch wieder die Möglichkeit geben, dass Tänzer*innen aus der Compagnie unter dem Titel „Junge Choreographen“ ihre choreographischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können (27.4. 2019).


Kinder- und Jugendtheater Lutz

Das Kinder- und Jugendtheater Lutz unter der Leitung von Anja Schöne hat sein facettenreiches Programm für Besucher von 2 bis 99 Jahren unter das Motto „Weltenbummler“ gestellt. Schöne: „Reisen und fremde Welten kennenzulernen ist für viele ein Traum und eine großartige Erfahrung. Doch unbekannte Sphären können wir auch direkt vor der eigenen Haustür entdecken – manchmal sogar im eigenen Kopf. Es ist aufregend, diese fremden (Gedanken-)Welten kennenzulernen. Das Theater kann an ein und demselben Ort die verschiedensten Welten entstehen lassen. Das Lutz möchte in der neuen Spielzeit Menschen aller Generationen dazu einladen, bei und mit uns zu WeltenBummlern zu werden.“

Premiere haben folgende Stücke: FatBoy“, ein TheaterRap von Anja Schöne und Andreas Gruchalski (9.9.2018), „Die große Klimakonferenz der Tiere“, eine mobile TheaterUmweltKonferenz von Anja Schöne (30.9.2018), Ödön von Horváths Schauspiel „Kasimir und Karoline“ (13.10.2018), „Die Eiskönigin“, eine TanzTheaterReise von Anja Schöne (28.10.2018), „Animal Farm“, ein deutsch-englischer TheaterProtest von George Orwell (26.1.2019), „ln 80 Tagen um die Welt“, eine multimediale Abenteuer-Komödie von Jules Verne (23.3.2019), „Der fliegende Koffer“, ein Theaterabenteuer von Anja Schöne (6.4.2019), Überraschungsstücke des Senior*innenclubs (8.6.2019) und Kinderclubs (29.6.2019).

Wiederaufgenommen werden das Stück „Sternenstaub“ von Anja Schöne und Anne Schröder (27.9.2018), das tierische Theaterabenteuer „Die Kuh Rosmarie“ von Andri Beyeler (6.10.2018), Goethes „Faust“ mit Musik von Jana Reiß (17.11.2018), „Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“, mobiles Theaterstück von Anja Schöne (24.11.2018) und das Kultstück „Der Messias“, Weihnachtskomödie von Patrick Barlow (15.12.2018).


„Der Zauberer von Oz“ als Märchen zur Weihnachtszeit

Und natürlich gibt es auch wieder das beliebte Märchen zur Weihnachtszeit, das jedes Jahr über 30.000 große und kleine Zuschauer in seinen Bann zieht. Dieses Mal wird „Der Zauberer von Oz“, eine märchenfantastische Geschichte von Lyman Frank Baum in einer Fassung von Anja Schöne mit Musik von Andres Reukauf zu erleben sein (10.11.2018).


Gastspiele

Auch in der Spielzeit 2018/19 werden wieder mehrere hochklassige Schauspielgastspiele angeboten:

„Leyla lieben“, eine Komödie von Murat Isboga in türkischer Sprache (30.9.2018),

Stefan Zimmermanns Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ (7.10.2018),

Shakespeares „Wie es euch gefällt“ (6.12.2018),

Die kurze Geschichte der Menschheit“, eine Weltuntergangsrevue mit Live-Band von Sebastian Zarzutzki (20.2.2019),

„Menschen im Hotel“, Romanadaption von Vicki Baum mit Live-Musik (21.6.2019).

Zudem wird das Theater Hagen auch zwei Eigenproduktionen, jeweils von Francis Hüsers inszeniert, realisieren:

Molly Bloom“ (Monolog aus dem Roman „Ulysses“ von James Joyce), eine englisch-deutsche One-Woman-Show mit Kammersängerin Marilyn Bennett (15.9.2018), und

Friedrich Schillers Klassiker „Die Räuber“ (12.1.2019).


Kabarett

Mit Thilo Seibel (6.10.2018), Lars Reichow (3.12.2018), HG. Butzko (13.1.2019), Lisa Fitz (11.3.2019) und Jess Jochimsen (28.4.2019) stehen in der Kabarettreihe des Theaters Hagen herausragende Größen des deutschen Kabaretts auf der Bühne.


Von „AufTakt!“ über Bühnenball bis „Regenbogengala“

Last but not least: Als Sonderveranstaltungen wird es neben dem Tag der offenen Tür unter dem Titel „AufTakt!“ (1.9.2018) u.a. erneut die überaus erfolgreiche und beliebte Weihnachtsshow mit Guildo Horn und den Orthopädischen Strümpfen geben (13. und 14.12.2018), einen Bühnenball unter dem Motto „Nach Paris – Treffpunkt Moulin Rouge“ (1. und 2.3.2019) sowie unter dem Titel „Regenbogengala“ einen spartenübergreifenden Benefizgala-Abend (13.7.2019).


Die Stunde der Kritik

Zusätzlich zu den zahlreichen Begleitveranstaltungen wie Werkeinführungen etc. bietet das Theater Hagen eine neue Reihe an: „Die Stunde der Kritik“. An ausgewählten Terminen erhält das Publikum die Möglichkeit, im Anschluss an eine Vorstellung mit Beteiligten der Produktion zu diskutieren.


Der umfangreiche Konzertspielplan des Philharmonischen Orchesters Hagen wird an dieser Stelle später gesondert vorgestellt.


Praktisches „Datenheft“ als Spielzeitheft

Das Datenheft (Spielzeitheft) zur neuen Theater- und Konzertsaison mit ausführlichen Informationen, Besetzungen und Serviceangaben liegt ab sofort aus und ist auf der Homepage des Theaters (www.theaterhagen.de) einzusehen.


Der Kartenvorverkauf für die Vorstellungen im Freiverkauf, mit Ausnahme des Märchens zur Weihnachtszeit, beginnt am 23. Juni 2018. Anträge für Abonnements können ab sofort an der Theaterkasse ausgefüllt und abgegeben werden.

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