Deutscher Radiopreis 2021: Bewerbungsfrist endet am 31. Mai

Endspurt für den 12. Deutschen Radiopreis: Bis zum Montag, 31. Mai, können Radiomacherinnen und Radiomacher ihre Beiträge unter www.grimme-institut.de/radiopreis einreichen. Die Bewerbungen für die begehrte Auszeichnung werden in diesem Jahr erstmals durch eine eigene Nominierungskommission geprüft. Ihre Mitglieder wurden durch das Grimme-Institut berufen, das für die Unabhängigkeit der Entscheidungen bürgt. Für jede der zehn Kategorien des Deutschen Radiopreises benennt die Nominierungskommission drei Nominierte. Über die Preisvergabe selbst entscheidet schließlich die Jury. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden am 2. September im Hamburger Schuppen 52 gekürt. Die Verleihung wird bundesweit im Radio, Fernsehen und Internet übertragen.

Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts: „Der Deutsche Radiopreis ist in den vergangenen Jahren immer erfolgreicher geworden und die Einreichungen der Sender nehmen stetig zu. Diese positive Entwicklung bedeutet natürlich auch eine Zunahme der Sichtungsarbeit. Deshalb haben wir in diesem Jahr der Jury erstmals eine Nominierungskommission an die Seite gestellt. Es freut mich außerordentlich, dass wir nicht nur Nadia Zaboura, eine profilierte Kennerin des Deutschen Radiopreises, als Vorsitzende für beide Gremien, sondern darüber hinaus, vertraute sowie neue Mitglieder gewinnen konnten. Einmal mehr stellen sie uns ihre Zeit und ihr Wissen zur Verfügung. Dafür bin ich allen sehr dankbar.“

Nadia Zaboura, Vorsitzende der Grimme-Nominierungskommission und -Jury für den Deutschen Radiopreis: „Das vergangene Jahr ohne Begleitung durch den Hörfunk denken? Undenkbar. Die Relevanz des Radios hat sich auch in diesem Wettbewerbsjahr klar gezeigt: Information, Einordnung, Unterhaltung, Begleitung – jeden Tag, dabei stets zuverlässig und facettenreich. Und so krönt der Deutsche Radiopreis als bedeutsamste Auszeichnung der Branche auch in diesem Jahr die besten Radio-Produktionen. Als Jury-Vorsitzende sowie als Vorsitzende der neu eingerichteten Nominierungskommission ist es mir Freude und Ehre zugleich, gemeinsam mit ausgewiesenen Medien-Expertinnen und -Experten die herausragenden Leistungen der deutschen Hörfunklandschaft zu prüfen und zu prämieren – aus verschiedenen Perspektiven, mit geballtem Sachverstand und großer Leidenschaft für das Radio.“

Stifter des Deutschen Radiopreises sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die privaten Radiosender in Deutschland. Gesellschafter sind die Radiozentrale – eine gemeinsame Plattform privater und öffentlich-rechtlicher Sender zur Stärkung des Hörfunks – und die NDR Media, die Vermarktungsgesellschaft des NDR. Zu den Kooperationspartnern zählen das Grimme-Institut, die Freie und Hansestadt Hamburg sowie die Radio-Vermarkter AS&S Radio und RMS. Die Federführung liegt beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Mitglieder der Grimme-Nominierungskommission und -Jury für den Deutschen Radiopreis 2021

Nadia Zaboura | Vorsitzende der Nominierungskommission und der Jury

Die Kommunikationswissenschaftlerin und Linguistin Nadia Zaboura ist seit 2011 Inhaberin der Politik- und Kommunikationsberatung „Zaboura Consulting“. In dieser Funktion arbeitet sie als wissenschaftliche Beraterin für die digitale Gesellschaft und Wirtschaft. Zu ihren Kunden zählen Unternehmen, Ministerien und Verbände, die sie als Expertin strategisch berät. Als erfahrene Fach-Moderatorin kuratiert und begleitet sie zusätzlich seit vielen Jahren Medien-, Tech- und Wissenschaftskongresse. Darüber hinaus ist sie in Zukunftsgremien und Jurys in Deutschland und Europa aktiv. So berief sie die Europäische Kommission 2015 als Evaluatorin, 2019 wurde sie zur externen Gutachterin des Bundesforschungsministeriums im Bereich Innovation ernannt. Nadia Zaboura ist Mitglied des Kuratoriums des „Grimme-Forschungskolleg – Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“.

Zur Grimme-Nominierungskommission gehören:

Bettina Freund professionalisiert nach Stationen bei der Aachener Zeitung, dem Bonner General-Anzeiger und dem Hochschulradio Kölncampus ihre Medienlaufbahn derzeit als Volontärin bei Bavaria Entertainment. Die Medienkulturwissenschaftlerin wirkte 2018 und 2019 bereits während ihres Studiums an der Universität zu Köln bei der Nominierungskommission des Grimme Online Awards mit, 2020 folgte die Juryarbeit beim Deutschen Radiopreis.

Hans-Dieter Hillmoth war 30 Jahre lang Programmdirektor und Geschäftsführer bei der Radio/Tele FFH in Hessen (HIT RADIO FFH, planet radio, harmony.fm). Der Diplom-Ingenieur (TU) für Nachrichtentechnik arbeitete zuvor als Redakteur bei den Westfälischen Nachrichten in seiner Heimatstadt Münster, als TV-Redakteur beim Hessischen Rundfunk und als Leiter Hörfunk im Münchener Zeitungsverlag (u.a. Radio Charivari). Hillmoth war mehrfach Aufsichtsratsvorsitzender beim Radio-Vermarkter RMS (Hamburg), holte den „Radioplayer“ nach Deutschland, war Geschäftsführer bei RTL Hessen und ist seit 2018 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Frankfurter Volksbank.

Michael Plöger war zuletzt Programmbereichsleiter Zentrale Aufgaben Hörfunk beim Norddeutschen Rundfunk. In dieser Funktion hat er den Deutschen Radiopreis von Beginn an mitgeprägt und organisiert. Der gebürtige Paderborner hat Katholische Theologie und Pädagogik studiert. Er ist Absolvent des Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses. Seine journalistische Laufbahn begann bei den ostwestfälischen Tageszeitungen sowie der Kirchenzeitung „Der Dom“. 1985 ging er als Redakteur zur KNA nach Hamburg. 1988 wechselte er zum NDR, wo er zunächst in Hannover und ab 1992 in Hamburg in unterschiedlichen Funktionen tätig war.

Inge Seibel ist freie Journalistin und Moderatorin. Sie studierte Philosophie und Romanistik, 1986 gehörte sie zur Gründungsmannschaft von Radio Charivari München und damit zu den bayerischen Privatradiopionieren. Acht Jahre lang war sie Chefredakteurin und Studioleiterin des Lokalradios bis sie 1995 als Programmchefin und Chefredakteurin zur landesweiten Antenne Thüringen nach Weimar wechselte. Inge Seibel ist Mitbegründerin der Tutzinger Radiotage und der Initiative „Fair Radio“ sowie langjähriges Mitglied der LfM-Hörfunkpreisjury. Seit einigen Jahren gehört sie zum festen Redaktionsteam des medium magazins und lebt heute in Hamburg.

Viktor Worms begann seinen Weg durch Hörfunk und Fernsehen mit einem Redaktions-Volontariat bei Radio Luxembourg (RTL). In den Folgejahren moderierte er mehrere Jahre die Morningshow und bei RTL-TV. 1988 wechselte er als Moderator und Unterhaltungschef zu Antenne Bayern. Nach insgesamt elf Jahren führte ihn sein Weg zum ZDF nach Mainz, wo er drei Jahre lang das Unterhaltungsressort leitete, eher er sich 2002 mit seiner Firma „Worms Mediapartner“ selbstständig machte. Zehn Jahre lang war er leitender Producer von „Wetten,dass…?“ und anderen großen TV Shows. Inzwischen hat sich Viktor Worms auf die Talententwicklung spezialisiert und arbeitet als Management-Coach. Darüber engagiert er sich im Bereich des Charity-Marketing. Viktor Worms ist Vorstand der „Hugo Tempelman Stiftung“ und seit ihrer Gründung Beirat der „Tabaluga Kinderstiftung“.

Zur Grimme-Jury gehören:

Torsten Hennings absolvierte schon seine Ausbildung als Audioproducer und Tonmeister bei Studio Funk in Hamburg. Bereits in dieser Zeit gewann er seine erste Silbermedaille in der Kategorie Radio beim Deutschen Art Directors Club. Es folgten viele weitere nationale und internationale Auszeichnungen etwa beim ADC, RAA, OneShowNY, Radiostars sowie diverse Löwen in Cannes. Seine Leidenschaft gilt dem Medium Audio und insbesondere der Radiowerbung. Auch in seiner Funktion als Niederlassungsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung im Studio Funk Network ist er nach mehr als 30 Jahren noch immer als Funkspotproducer und Regisseur im Einsatz. Als ADC Mitglied engagiert er sich für den Nachwuchs und hält Vorträge für Juniortexter in Deutschland und Österreich. Er ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Jurys, u.a. ADC Deutschland, D&AD London, OneShowNewYork, RAA sowie Jurypräsident beim LIA in Las Vegas.

Martin Liss ist Audio-Unternehmer. Er ist u.a. Mitinhaber der podcast360 GmbH und der Unternehmensberatung BUSCHMANN LISS. Zuvor war er gut 25 Jahre lang vor allem Radiomacher: Als Programmdirektor von ENERGY in Deutschland und Geschäftsführer der ENERGY Flagschiffstation in Berlin hat er die deutsche Radiolandschaft mitgeprägt. Als einer der wenigen Manager im deutschen Radio hat Martin Liss auch Führungserfahrungen in anderen Mediengattungen und Start-Ups gesammelt. So war er Programmdirektor bei „MFD Mobiles Fernsehen Deutschland“ und Programmgeschäftsführer beim Youtube-Netzwerk Mediakraft. Martin Liss moderiert oder spricht regelmäßig bei Fachkongressen wie den Medientagen München, dem Radio Advertising Summit, dem Podcast Day by RDE oder den Radiodays Europe, die er auch seit Jahren inhaltlich mit organisiert.

Mercedes Riederer war zuletzt Chefredakteurin Hörfunk beim Bayerischen Rundfunk. Mit dem von ihr verantworteten Informationsprogramm B5 aktuell hat der BR in der Sparte „Beste Nachrichtensendung“ im Gründungsjahr des Deutschen Radiopreises eine Auszeichnung gewonnen. Von 1994 bis 2002 war sie Leiterin der Deutschen Journalistenschule (DJS) und hat die Ausbildung von der analogen Medienwelt in die digitale überführt. Heute ist sie Vorsitzende der Alumni-Organisation „Förderkreis DJS“, in der knapp 1.500 Journalisten bundesweit und aus allen Medien vertreten sind. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied des European Journalism Center (EJC) mit Sitz in Maastricht. 2010 wurde Mercedes Riederer mit dem Publizistikpreis der Stadt München ausgezeichnet.

Petra Schwegler arbeitet seit Sommer 2019 im Team der Medientage München. Zuvor war sie mehr als zwei Jahrzehnte lang als Medienjournalistin tätig – die längste Zeit davon im Verlag „Werben & Verkaufen“. Über Radio, Fernsehen und Marketing hat die Diplom-Journalistin mit bayerischen Wurzeln zuletzt auf wuv.de berichtet.

Fotos der Jurymitglieder und weitere Informationen gibt es auf der Webseite www.deutscher-radiopreis.de. Bewerbungen können ausschließlich online unter www.grimme-institut.de/radiopreis eingereicht werden; die teilnehmenden Sender können dort das Bewerbungsformular ausfüllen und ihre Einreichungen hochladen.