„Harry“ wird 80: Fritz Wepper blickt auf seine Karriere zurück

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Seine Rolle in „Derrick“ als „Harry“ hat ihn weltweit bekannt gemacht: Wegen der Kriminalserie wird Fritz Wepper überall erkannt. „Einmal sprach mich auf dem Oktoberfest ein Norweger an und bedankte sich: Er habe durch ‚Derrick‘ Deutsch gelernt, denn die Serie wurde im Original mit norwegischen Untertiteln ausgestrahlt“, erzählt der Schauspieler im Interview in der aktuellen Ausgabe des Apothekenmagazins „Senioren Ratgeber“.

Manche Schicksalsschläge lassen sich nicht beeinflussen

Fritz Wepper wird im August 80 Jahre alt – 65 Jahre davon hat er Filme gedreht. Gemeinsam mit seinem Bruder Elmar Wepper hat er seinen Berufswunsch schon sehr früh gefunden, als beide zusammen Kasperltheater spielten. In „Peter Pan“ stand er dann zum ersten Mal auf der Jugendbühne. Später, als er Ende der 60er Jahre begann „Der Kommissar“ zu drehen, bekam der gebürtige Münchner dann konkrete Angebote, in Kanada oder den USA zu drehen oder am Broadway zu spielen. Dass er diese Chance vertan hat, hängt ihm seelisch immer noch nach. „Wer weiß, was sich vielleicht ergeben hätte?“, sinniert Wepper im Interview. Als „Schicksalsfanatiker“ will sich Wepper nicht bezeichnen. „Manche Entscheidungen trifft man selber, manche treffen andere. Es gibt halt manchmal Schicksalsschläge, die man nicht beeinflussen kann.“

Ab 30. März: Letzte Staffel von „Um Himmels Willen“

Schließlich lief nicht alles im Leben lief so glatt wie seine lebenslange Karriere. Vor drei Jahren wurde ihm in einer neuneinhalb Stunden langen Operation eine Herzklappen- und Arterienprothese eingesetzt, ein Jahr darauf starb seine Frau Angela. Wepper, Vater zweier Töchter, bekam damals viel Trost von seiner Familie – suchte aber auch Ablenkung in der Arbeit. Seine große Rolle derzeit ist die des „Bürgermeister Wöller“ in der Serie „Um Himmels Willen“. Die Serie geht ab 30. März mit der 20. Staffel zu Ende. Doch soll es für Wepper weiter gehen mit dem Filmen. „Es gibt Andeutungen, dass man gerne mit mir weitermachen will“, sagt der Schauspieler – und fügt hinzu: „Ich glaube es erst dann, wenn es wirklich realisiert wird.“