„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ beim 71. Berlinale-Wettbewerb nominiert

c Felix von Boehm

Die ZDF-Kinokoproduktion „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ von Regisseur Dominik Graf ist einer der 14 Filme, die im Wettbewerb der 71. Berlinale um den Goldenen und Silbernen Bären konkurrieren. Der Film basiert auf Erich Kästners Roman „Der Gang vor die Hunde“, auf dessen Grundlage Dominik Graf und Constantin Lieb das Drehbuch schrieben. In den Hauptrollen sind Tom Schilling als Fabian, Albrecht Schuch als Labude und Saskia Rosendahl als Cornelia zu sehen. Weitere Rollen übernehmen unter anderen Meret Becker, Michael Wittenborn, Petra Kalkutschke, Eva Medusa Gühne und Elmar Gutmann.

Frank Zervos, Leiter der Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie I: „Die Geschichte eines jungen Moralisten im Berlin der untergehenden Weimarer Republik ist ein essenzielles Stück Literaturgeschichte und von einer bedrückenden Aktualität zugleich. Wir sind stolz und glücklich, dass der Film, der vom ZDF koproduziert wurde, in Zeiten geschlossener Filmtheater im Rahmen des ehrenvollen Wettbewerbs der Berlinale zeigen kann, wie lebendig und unverzichtbar das große Kino auf der Leinwand ist, und wie sehr wir es gerade jetzt brauchen.“

Berlin, 1931. Jakob Fabian (Tom Schilling) arbeitet tagsüber in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik und driftet nachts mit seinem wohlhabenden Freund Labude (Albrecht Schuch) durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Als Fabian die selbstbewusste Cornelia (Saskia Rosendahl) kennenlernt, gelingt es ihm für einen kurzen Moment, seine pessimistische Grundhaltung abzulegen. Er verliebt sich. Doch dann fällt er einer großen Entlassungswelle zum Opfer, während Cornelia dank ihres Chefs und Verehrers Karriere als Schauspielerin macht. Ein Arrangement, mit dem sich Fabian schwer abfinden kann. Aber nicht nur seine Welt gerät aus den Fugen.

„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ ist eine Kinokoproduktion von Lupa Film (Felix von Boehm) mit dem ZDF (Redaktion: Daniel Blum), ARTE (Redaktion: Olaf Grunert, Andreas Schreitmüller) und in Kooperation mit Amilux Film und Studio Babelsberg. Gefördert wird der Film vom BKM, der MDM Mitteldeutschen Medienförderung, dem medienboard Berlin-Brandenburg, dem FFF Bayern und dem DFFF. DCM Film Distribution bringt den Film 2021 deutschlandweit in die Kinos.

Die Berlinale 2021 findet coronabedingt in zwei Stufen statt. Vom 1. bis 5. März 2021 gibt es ein digitales Industry Event für Fachpublikum und Presse, in dessen Rahmen die Preisträgerinnen und Preisträger bekanntgegeben werden. Die Preise selbst sollen später vor Publikum verliehen werden, während des Summer Specials, das vom 9. bis 20. Juni 2021 stattfinden soll.