Hagener Objekte: Mosaik von Eugen Richter

Mosaik: Das Mosaik des Politikers Eugen Richter wurde 1882 angefertigt und befand sich ab 1911 im Eingang des nach ihm benannten Turms oberhalb des Stadtteils Wehringhausen. (Foto: Heike Wippermann)
Eugen-Richter-Turm: Der Gedenkturm wurde 1911 zu Ehren Eugen Richters errichtet und liegt auf dem Drei Türme Weg. (Foto: Michael Kaub/Stadt Hagen)

3. Februar 2021 – Aus dem Buch „Hagener Stücke – 111 Objekte aus dem Stadtmuseum“ präsentiert der Fachdienst Wissenschaft, Museen und Archive der Stadt Hagen ein Mosaik des Politikers Eugen Richter aus dem Jahr 1882.

Der Jurist Eugen Richter war einer der ersten Berufspolitiker. Von 1874 bis 1906 vertrat der Abgeordnete der Deutschen Fortschrittspartei den Wahlkreis Hagen-Schwelm im Reichstag. Zu den politischen Gegnern Richters zählte unter anderem der Reichskanzler Otto von Bismarck. In seinem Wahlkreis war Eugen Richter sehr beliebt; zu seinen Ehren wurde 1911 oberhalb des Stadtteils Wehringhausen ein Gedenkturm errichtet. Zusammen mit dem Bismarckturm und dem Kaiser-Friedrich-Turm prägt der Eugen-Richter-Turm den Drei Türme Weg. In Wehringhausen ist zudem eine Straße nach dem Politiker benannt.

Das 1882 angefertigte Mosaik besteht aus Fayence, einer farbig oder weiß glasierten, bemalten Tonware, sowie aus Holz und Gips. Der Durchmesser beträgt 50 Zentimeter. Das Mosaik wurde 1906, in Richters Todesjahr, unter anderem von dem Berliner Schlossermeister und Fabrikanten Julius Stahl gestiftet und gelangte vermutlich in den Besitz des Denkmal-Komitees zur Errichtung des Gedenkturms in Hagen. Von 1911 bis in die 1950er-Jahre befand es sich im Eingang des Turms. Seit 1955 hat die Volkssternwarte Hagen ihre Heimat neben dem Gedenkturm. Das Eugen-Richter-Mosaik wird ab 2022 im Stadtmuseum Hagen zu sehen sein.