DIE WANNSEEKONFERENZ Matti Geschonneck führt Regie – Drehstart im November

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Die Constantin Television wird in Koproduktion mit dem ZDF und unter der Regie von Matti Geschonneck DIE WANNSEEKONFERENZ verfilmen. Gedreht wird ab November in Berlin.

Am Vormittag des 20. Januar 1942 kommen in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin führende Vertreter des NS-Regimes zusammen: SS, Reichskanzlei, Ministerien, Polizei, Verwaltung. Eingeladen hat Reinhard Heydrich – zu einer „Besprechung mit anschließendem Frühstück“; die Zusammenkunft wird als „Wannseekonferenz“ in die Geschichte eingehen. Ausschließliches Thema der Besprechung ist die von den Nationalsozialisten so genannte „Endlösung der Judenfrage“: die Organisation des systematischen, millionenfachen Massenmords an den Juden Europas.

Oliver Berben, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG: „Wie schafft man es, Themen wie Nationalsozialismus und Holocaust für nachfolgende Generationen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und gerade auch in heutigen Zeiten daran zu erinnern, was passieren kann, wenn wir nicht auf unsere wertvolle Demokratie achten? Das war und ist die Triebfeder dieses Projektes von Anfang an und gerade jetzt ist es wichtig, den Menschen, und insbesondere auch den jüngeren Generationen, neue Möglichkeiten zu geben sich darüber auseinanderzusetzen, zu reden, zu diskutieren. Genau das soll dieser Film leisten und mit Magnus Vattrodt, Matti Geschonneck, Reinhold Elschot und Friederich Oetker haben wir zusammen mit dem ZDF eine sehr gute Konstellation von Mitstreitern gefunden, die alle dem gleichen Gedanken folgen: Nie wieder!“

„Vor fast 80 Jahren fand in einer Villa am Wannsee eine Konferenz statt, auf der etwas bis heute Unfassbares besprochen wurde: die systematische Organisation und Koordination des Holocaust. In den Stunden dieser Konferenz wurde das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, der industriell organisierte Massenmord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden gedacht und geplant. Einen so folgenschweren Augenblick der Geschichte zu verfilmen, bedeutet nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine enorme Verantwortung. Auch wenn es schon zwei ältere Verfilmungen der Wannsee-Konferenz gibt: Es ist essentiell, dass wir auch für die nachfolgenden Generationen diese Ereignisse entlang der historischen Fakten und dem vorhandenen Sitzungsprotokoll zeitgemäß aufarbeiten und darstellen“, so Programmdirektor Dr. Norbert Himmler.

Der Film DIE WANNSEEKONFERENZ folgt dem von Adolf Eichmann aufgezeichneten „Besprechungsprotokoll“, von dem nur ein Exemplar erhalten ist und das als Schlüsseldokument der Judenvernichtung gilt. Das Drehbuch stammt von Magnus Vattrodt, inspiriert durch eine Vorlage von Paul Mommertz. Unter der Regie von Matti Geschonneck werden die Teilnehmer der Konferenz von Johannes Allmayer, Matthias Bundschuh, Maximilian Brückner, Fabian Busch, Jakob Diehl, Godehard Giese, Philipp Hochmair, Peter Jordan, Arnd Klawitter, Frederic Linkemann, Thomas Loibl, Sascha Nathan, Markus Schleinzer, Simon Schwarz und Rafael Stachowiak verkörpert.

DIE WANNSEEKONFERENZ entsteht als Koproduktion der Constantin Television mit dem ZDF und wurde gefördert vom FilmFernsehFond Bayern (FFF Bayern) und dem medienbord Berlin-Brandenburg (MBB). Den Weltvertrieb hat die Telepool übernommen, in Zusammenarbeit mit dem Constantin Film Verleih. Produzenten sind Reinhold Elschot und Friederich Oetker, Executive Producer ist Oliver Berben, die Redaktion im ZDF liegt bei Frank Zervos und Stefanie von Heydwolff. Gedreht wird von Anfang November bis Mitte Dezember am Original-Motiv am Wannsee und in den Berliner Unionfilm-Studios.

Das Projekt wird unterstützt von der Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“. Der TV-Event-Einteiler wird voraussichtlich im Januar 2022 im ZDF ausgestrahlt.