„Querschnitt“ Bilder von Ludwika-Maria Cramer im AllerWeltHaus

„Querschnitt“ — es soll MalerInnen geben, die noch vor dem ersten Pinselstrich eine entschiedene Vorstellung von ihrem künftigen Bild haben. Nun bei Ludwika-Maria Cramer ist das etwas anders. Wie eine Camcorder saugt sich ihr Malerinnenauge mal an diesem mal an jenem Detail fest, mag sich nicht entscheiden, welches Motiv denn nun ins Zentrum gehört. So kultiviert sie die scheinbare Unsicherheit und malt nicht nur ein Bild, sondern immer gleich mehrere, die jedoch selten für sich alleine stehen. So verknüpft sie ihre Bilder im „Querschnitt“ der Bildkonstellationenim  sensibel aber konsequent im Symbolismus.

Die Ausstellung wird am Freitag,  14.02.2020 / 19:00 Uhr mit einer Vernissage eröffnet.

Bildfreie Räume werden rar. 

Das Angebot an mehr oder weniger sinnvollen Bildern übertrifft die Alltagsrealität nicht einmal. Als nonverbale Reservate fallen der Künstlerin gerade noch Wälder, Wüsten, Sümpfe, Meere und vielleicht noch die Seelen der Menschen ein.

Ludwika-Maria Cramer ist mit Kunst groß geworden. „Malen ist meine Sprache.“ Und diese Sprache nutzt sie auch in der aktuellen Ausstellung. Sie erzählt nicht von verträumten poesievollen Wolkenspielen und berichtet nicht von der Schönheit der Architektur — immer wieder und stets erzählt sie vom Leben… Die Dinge scheinen sich gleich zu bleiben und doch ist alles in permanentem Wandel. Mit und im „Querschnitt“ vermeidet sie Wahrnehmungsgewohnheiten und schult sich aber auch den Betrachter neu zu sehen.

Die Ausstellung „Querschnitt“ ist im Café Mundial des AllerWeltHauses vom 14. Februar bis zum 31. März 2020 geöffnet.

Fotos: Ludwika-Maria Cramer