MIT EINEM ANRUF GEGEN DIE EINSAMKEIT

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Hagen. Mit einem persönlichen Telefonanruf ermöglichen die Malteser künftig einsamen und zurückgezogenen Menschen einen Kontakt zur Außenwelt. Der so genannte‚ Telefonbesuchsdienst‘ wird bereits in einigen Städten von den Maltesern ehrenamtlich angeboten, jetzt soll auch in Hagen ein solcher Dienst aufgebaut werden.

Der Leiter der Malteser in Hagen, Daniel Kwauka, beschreibt die Gründe: „Immer mehr ältere Menschen leben allein zu Hause und schaffen es oft nicht, das Haus zu verlassen. So fällt es ihnen schwer, Kontakte zu erhalten oder neue aufzubauen. Mit dem Telefonbesuchsdienst haben sie einen persönlichen Draht nach draußen.“ Die Zahl der Hochbetagten wird bis zum Jahr 2030 deutschlandweit um 45 Prozent zunehmen. Ein exponentielles Wachstum ist auch bei den vereinsamten alten Menschen zu erwarten. Das neue Malteser Angebot greift daher ein wachsendes Bedürfnis auf, das allerdings kaum sichtbar wird. „Es gibt so viele Menschen, die sehnsüchtig auf einen einzigen Anruf am Tag hoffen. Und so viele, die gerne etwas Sinnvolles tun würden. Wir wollen sie zusammenbringen“, sagt Daniel Kwauka. Die Ehrenamtlichen, die beim Telefonbesuchsdienst teilnehmen, qualifizieren sich in Gesprächsführung und hören zu, wenn alte Menschen sich das Leid von der Seele reden. Sie decken aber auch das Schöne auf: „Da rezitiert eine alte Dame ein Gedicht aus der Schulzeit oder ein alter Herr berichtet von seiner Motorradfahrt durch Europa in den 60er Jahren“, weiß Herr Kwauka von ersten Anrufen bei den Maltesern zu berichten. „Unser Ziel ist es, am Ende des Telefonats mindestens einmal miteinander gelacht zu haben.“ Für das Telefonieren im Telefonbesuchsdienst gibt es keine Altersschranken: ob 25 oder 75 Jahre – Freiwillige sind herzlich willkommen. Gerne laden wir auch Menschen mit Handicap ein sich zu melden um sich zu engagieren. Interessierte für den Telefonbesuchsdienst melden sich unter der Tel. 02331/989315