Bilanz Waste Watcher: Erkennbarer Beitrag zur Stadtsauberkeit

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„Unser erklärtes Ziel ist es, dass wir uns mit neuen Ideen dem Thema Stadtsauberkeit widmen und mit diesen einen stadtweit sichtbaren Beitrag leisten“, sagt Oberbürgermeister Erik O. Schulz, „und die Waste Watcher sind dabei ein ganz wesentlicher Bestandteil.“ Und das Projekt Waste Watcher, die seit April 2019 täglich durch das gesamte Hagener Stadtgebiet streifen, zeigt große Erfolge.

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© linda-kolms

Insgesamt wurden bis November 2019 knapp 12.000 Müllstellen aufgesucht und dabei beachtliche 147 Tonnen Müll abgeräumt. Zudem wurden in circa 1.900 Fällen Verwarnungs- und Bußgelder ausgesprochen. Dadurch ergaben sich für 2019 Einnahmen von insgesamt rund 90.000 Euro.

Das Konzept wirkt dabei in zweifacher Hinsicht: Zum einen präventiv, indem die Mülldetektive festgestellte Müllkippen unmittelbar beseitigen, damit dort nicht weiterer Müll „angezogen“ wird. Zum anderen werden in Fällen, in denen die Waste Watcher den Verursacher ermitteln können, abschreckende Schritte eingeleitet sowie die begangenen Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht.

Doch in ihrer Arbeit sind die Mülldetektive auch auf die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Diese können sich persönlich, telefonisch an die Telefonzentrale oder die zuständigen Sachbearbeiter sowie über den E-Mail-Kontakt des Fachbereichs unter stadtsauberkeit@stadt-hagen.de an die Waste Watcher wenden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme über den Mängelmelder der Stadtverwaltung auf der Seite www.hagen.de/maengelmelder oder unter Telefon 02331/207-3333. Neben den Hinweisen von den Hagenerinnen und Hagenern achten die Waste Watcher auch im Rahmen ihrer Präsenzstreifen im gesamten Stadtgebiet auf illegale Müllablagerungen oder sonstige Umweltverstöße.

Insgesamt 16 Außendienstmitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hagener Entsorgungsbetriebs (HEB) und des Fachbereichs öffentliche Sicherheit, Verkehr, Bürgerdienste und Personenstandswesen der Stadt Hagen arbeiten an allen Wochentagen im Zweischichtbetrieb sowie in Zweierteams, die jeweils aus einem städtischen Mitarbeiter und einem Mitarbeiter des HEB bestehen. Zusätzlich zu den Außendienstmitarbeitenden bearbeiten drei Beschäftigte im Innendienst die festgestellten Verstöße gegen das Kreislaufwirtschaftsgesetz oder die Abfallwirtschaftssatzung und leiten entsprechende Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Doch im Hinblick auf das Thema der Stadtsauberkeit kann es nur zu einer nachhaltigen Wirkung kommen, wenn der illegal entsorgte Müll auf Dauer konsequent und kurzfristig beseitigt sowie durch mögliche Sanktionen ein flächendeckender Druck auf Verursacher aufrechterhalten wird.