Eine musikalische Zeitreise in die 60er Jahre


Am Samstag, 9. November, 19 Uhr, darf sich das Publikum auf einen Abend
voller Hits und Erinnerungen freuen, denn das Westfälische Landestheater
bringt die Kultsendung „Beat-Club“ auf die Apollo-Bühne – natürlich mit
authentischen Kostümen und Live-Musik.

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Mitte der 60er Jahre entdeckt die junge Generation Deutschlands eine neue
Musikrichtung: die Beatmusik. Während Nana Mouskouri, Freddy Quinn und Heintje
das ältere, konservative Publikum begeistern und zum gemütlichen Foxtrott
animieren, toben sich die jungen Wilden zu harten Rhythmen, verzerrten Gitarren,
dröhnenden Bässen und hämmernden Schlagzeugen aus. Englische und
amerikanische Soldatensender, Piratensender wie Radio Caroline, senden von
Schiffen aus die moderne Musik in den Äther, denn die deutschen Medien weigern
sich zunächst, die bei den Erwachsenen negativ besetzte Musikrichtung zu spielen.
Doch dann tut sich etwas: Der Fernsehsender Radio Bremen strahlt am 25.
September 1965 die erste Folge des legendären „Beat-Clubs“ aus – damals noch in
Schwarzweiß. Ein Programm, das zu einer Zeit, in der fast ausschließlich deutsche
Schlagermusik im Fernsehen und Rundfunk läuft, eine musikalische Revolution
darstellt. Ein großartiges Stück Zeit- und Musikgeschichte beginnt, als sich der
Ansager zunächst noch höflich bei den älteren Zuschauern entschuldigt, um ihr
Verständnis bittet und dann die Yankees mit „Halbstark“ ertönen. 83 Beat-Club-
Folgen werden zwischen 1965 und 1972 ausgestrahlt – immer mit namhaften
Künstlern und Bands, die nicht nur die Show, sondern eine ganze Generation mit
ihrer Musik prägen. The Who, The Rolling Stones, The Beatles und The Kinks, Jimi
Hendrix, CCR, Canned Heat, Santana, Beach Boys, The Hollies, Procol Harum,
Manfred Mann, Cream und, und, und …
In der letzten Spielzeit knallten nach der für Silvester leicht gekürzten Vorstellung von
„Beat-Club“ die Sektkorken und das neue Jahr wurde begrüßt. Aufgrund hoher
Nachfrage ist Tankred Schleinschocks erfolgreiche Inszenierung nun noch einmal im
Apollo zu sehen – dieses Mal in voller Länge.