„British Proms“ – mit oder ohne Brexit


Schon Ende März 2019 sollte Großbritannien aus der EU austreten
und im Apollo luden die „British Proms“ zum gemeinsamen letzten
Fahnenschwenken ein. Doch der endgültige Austritt lässt noch
immer auf sich warten. Unabhängig davon, ob die Briten nun die EU
zum zuletzt festgelegten Termin verlassen werden, feiern
Philharmonie und Publikum noch einmal die deutsch-britische
Freundschaft mit den Gala-Konzerten am Donnerstag, 31. Oktober,
und Freitag, 1. November, jeweils um 20 Uhr, im Apollo-Theater.

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Russell Harris‘ „British Proms“-Konzerte sind ein Erlebnis. Zum einen
aufgrund von Mr. Harris‘ ungebrochener Freude, alte Rituale mit neuem
Atem zu beleben und zum anderen, weil das Orchester mit voller
Inbrunst „Rule, Britannia!“ musiziert und das Publikum den Apollo-Saal in
ein schunkelndes Fahnen-Meer aus Union Jacks und EU-Flaggen
verwandelt.
Egal ob der Brexit nun am 31. Oktober vollzogen oder (wieder einmal)
verschoben wird – die Philharmonie Südwestfalen zelebriert unter
bewährter Dirigentenhand bekanntere und unbekanntere Petitessen aus
dem unerschöpflichen Reich der Musik. Christina Rümann,
Koloratursopranistin, wird beide Abende solistisch gestalten. Die in Fulda
geborene Sängerin widmet sich neben dem traditionellen Konzert- und
Liedfach auch der zeitgenössischen Konzertliteratur und wirkte bereits
bei einigen Uraufführungen mit. Von 2008 bis 2011 sang sie als festes
Ensemblemitglied am Theater Dortmund neben der Königin der Nacht
die Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“ und andere große Rollen.
Seit 2011 ist Christina Rümann freiberuflich tätig und gastierte an
wichtigen Bühnen in Deutschland und Europa.
Karten (29,50 – 43 Euro, ermäßigt 17,50 – 33,50 Euro) gibt es an der Apollo-Theaterkasse (Di-Fr. 13-
19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr sowie eine Stunde vor der Vorstellung), an den Vorverkaufsstellen oder online:
http://www.apollosiegen.de. Telefonische Kartenbestellungen sind während der Theaterkasse-
Öffnungszeiten möglich: 02 71 / 77 02 77-20.