FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE ist besonders wertvoll Außerdem: Junges deutsches Kino mit BRUDER SCHWESTER HERZ und INTRIGO-SAMARIA nach Håkan Nesser

FRITZI – EINE WENDEWUNDERGESCHICHTE (www.fbw-filmbewertung.com/film/fritzi_eine_wendewundergeschichte) von Ralf Kukula und Matthias Bruhn erzählt als liebenswert nostalgisch anmutender Animationsfilm, basierend auf dem gleichnamigen Kinder- und Jugendbuch von Hanna Schott, die Geschichte der deutsch-deutschen Wende im Jahr 1989 aus der Sicht eines 12-jährigen Mädchens. Die FBW-Jury vergibt das Prädikat „besonders wertvoll“. Aus der Begründung: „Die klassische Zeichentricktechnik erweist sich als interessante künstlerische Entscheidung, zumal die Einfachheit des Figurendesigns mit der Detailliertheit der Hintergründe in Spannung steht, woraus ungewöhnliche Effekte resultieren (…). Die Jury würdigt den Film nicht nur als Kinder- und Jugendfilm, sondern auch als Historienfilm für die ganze Familie.“ Die FBW-Jugend Filmjury vergibt für den Film, den sie ab 10 Jahren empfiehlt, vier von fünf Sternen: www.jugend-filmjury.com/film/fritzi_eine_wendewundergeschichte

BRUDER SCHWESTER HERZ (https://www.fbw-filmbewertung.com/film/bruder_schwester_herz) von Tom Sommerlatte erzählt stimmungsvoll von Franz und Lilly, deren enge Geschwisterbeziehung an den ungleichen Ansprüchen ans Leben zu zerbrechen droht. Der Film feierte seine Premiere auf dem diesjährigen Filmfest München, die Jury der FBW zeichnet ihn mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus. In ihrer Begründung schreibt sie: „Die Stärke des Films liegt in der Zeichnung der Charaktere und ihre gute Führung durch die Regie. Die dramaturgische Spannung baut das kluge Drehbuch mit stimmigen und knappen Dialogen und durch das sich ständig steigernde Spannungsfeld der so unterschiedlichen Protagonisten auf. Blicke und Gesten ersetzen viele Worte. Die Besetzung der Charaktere ist zielgerecht. Wolfgang Packhäuser als Vater Heinz, Jenny Schily als Sophie und Godehard Giese als liebevolle Karikatur eines Hippie-Musikers spielen ihre Rolle überzeugend. Sebastian Fräsdorf als Franz und Karin Hanczewski als Lilly gelingt ebenso überzeugend, ein Geschwisterpaar darzustellen, das so unverbrüchlich verbunden und doch so unterschiedlich im Charakter ist. Das Wechselspiel der Gefühle und der große Atem und die Schönheit der Landschaft, die von einer perfekten Kamera eingesogen wurde, machen diese teils dramatische und teils auch erheiternde Geschichte zu einem schönen Kinoerlebnis außerhalb des sonst Üblichen.“

INTRIGO – SAMARIA (https://www.fbw-filmbewertung.com/film/intrigo_samaria) nach Håkan Nesser erzählt die Geschichte einer jungen Filmemacherin, die beschließt, 10 Jahre nach der Ermordung ihrer besten Freundin einen Film über sie zu drehen. Um dem Geheimnis rund um ihren Tod endlich auf die Spur zu kommen. Bei dem Film von Daniel Alfredson handelt es sich um den zweiten Teil der INTRIGO-Trilogie, die auf der gleichnamigen Buchreihe des skandinavischen Bestseller-Autors basiert. Die FBW-Jury vergibt das Prädikat „wertvoll“ und schreibt in ihrer Begründung: „Der Film ist spannend erzählt und führt die Zuschauer lange Zeit auf völlig falsche Fährten. (…) Und seine raffinierte Wende enthält eine veritable Überraschung. Eine raffinierte Idee: denn das Nichterzählte ist immer spannender als das Erzählte.“