Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte zum achten Mal in Berlin an Journalisten verliehen

Auf einer Veranstaltung des Kinderhilfswerks Plan International in Berlin sind am Mittwochabend die vier Siegerinnen und Sieger des Ulrich Wickert Preises für Kinderrechte 2019 geehrt worden. Die Auszeichnung in der Sparte Deutschland / Österreich erhielt Jürgen Bätz, Korrespondent der dpa, für seinen Beitrag „Todesurteil Kinderehe“. Dr. Maria Flachsbarth, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, überreichte den Peter Scholl-Latour Preis an Barbara Schmickler für ihre Reportage „Abschottung total – Kann man Migration stoppen?“, die sie für das Format STRG_F des Jugendportals Funk erstellte. Internationaler Preisträger ist José Alberto Mojica Patiño, Redakteur der kolumbianischen Tageszeitung El Tiempo. Er erhielt die Auszeichnung für seinen Beitrag „Das Licht, das in Tumaco nicht ausgeht“ über eine junge Friedensaktivistin. Der Sonderpreis ging an die „Youth Advocates“, die sich mit ihrer Medienarbeit für die Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Deutschland einsetzen.

Plan_International_Michael_Fahrig.jpg

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth: „Die UN-Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Sie ist Grundlage unserer Entwicklungspolitik und hat dazu beigetragen, dass sich das Leben für Kinder in vielen Bereichen verbessert hat. Doch immer noch sind hunderttausende Mädchen und Jungen in Afrika, Asien und Lateinamerika von diesen Fortschritten ausgeschlossen. Deshalb ist es wichtig, dass Medienschaffende über Missbrauch berichten und Organisationen wie Plan International Kindern Zukunftschancen geben. Ich freue mich, dass der Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte diesen Einsatz von Journalistinnen und Journalisten würdigt und Kindern eine Stimme gibt.“

Ulrich Wickert, Stifter und Plan-Kuratoriumsmitglied: „Die eingereichten Beiträge für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2019 zeigen eine beeindruckende journalistische Qualität und schaffen Aufmerksamkeit für die Situation von Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern. Die Journalistinnen und Journalisten zeigen Haltung und ermahnen uns, zu handeln. Das ist ein entscheidender Schritt, um die Kinderrechte zu verwirklichen.“

Im zweiten Teil der Veranstaltung feierte die Kinderhilfsorganisation das 30. Jubiläum ihrer deutschen Organisation. Plan-Vorstandsvorsitzender Dr. Werner Bauch: „Auch drei Jahrzehnte nach Gründung von Plan International Deutschland bleibt die Umsetzung der Kinderrechte unser wichtigstes Ziel. Wir sind sehr dankbar für das, was wir mit unseren vielen Unterstützerinnen und Unterstützern bisher erreicht haben. Dieses große bürgerschaftliche Engagement und die Treue zu Plan International sind etwas ganz Besonderes.“

Für den Ulrich Wickert Preis für Kinderrechte 2019 bewarben sich 80 Journalistinnen und Journalisten aus 11 Nationen. Die Auswahl trafen die Jurymitglieder Karl Günther Barth (Autor und Publizist), Marko Brockmann (RadiJojo), Thomas Frankenfeld (Journalist und Autor), Karen Heumann (thjnk), Brigitte Huber (Brigitte), Rudi Klausnitzer (Medienmanager), Christoph Lanz (Thomson Foundation), Markus Lanz (ZDF), Charlotte Maihoff (RTL aktuell), Renate Meinhof (Süddeutsche Zeitung), Jürgen Merschmeier (Journalist, Politikberater), Ulrich Wickert und Dr. Werner Bauch (Plan International Deutschland).

Ulrich Wickert unterstützt die Projekte des Kinderhilfswerks Plan International seit 1995 und ist ehrenamtliches Mitglied des Kuratoriums der deutschen Organisation. 2011 gründete er die Ulrich Wickert Stiftung, die den Journalistenpreis vergibt. Peter Scholl-Latour war Gründungs- und Kuratoriumsmitglied von Plan International Deutschland. Der Sonderpreis mit seinem Namen wird zu Ehren seines besonderen Engagements vergeben.