Beste Schülerzeitungen im Bundesrat ausgezeichnet

Eine Schülerzeitung für alle – das ist der Redaktion der „1. Schülerzeitung“ des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) St. Michael in Waldkirch (Baden-Württemberg) gelungen. Das Angebot erscheint gedruckt, in Punktschrift (Braille) sowie digital mit vielfältigen Anwendungshilfen für Sehbehinderte und Blinde und zeigt in herausragender Weise, wie Kinder und Jugendliche die vielfältigen Möglichkeiten moderner Medien innovativ einsetzen und in praktische Inklusion umsetzen. Dafür hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) die Redaktion bei der heutigen Preisverleihung des Schülerzeitungswettbewerbs der Länder mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Die Würdigung unter dem Motto „Ideen. Umsetzen. – Der Innovationspreis für Schülerzeitungen“ wurde vom BDZV als Hauptpartner des Wettbewerbs gestiftet.

Zur Feier im Bundesrat in Berlin hatte der amtierende Bundesratspräsident Daniel Günther, Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, alle Preisträger und Partner der von der Jugendpresse Deutschland organisierten Veranstaltung empfangen. Preise wurden in zehn Sonderkategorien und sechs Schulkategorien vergeben; hinzu kam eine Auszeichnung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Insgesamt 37 Redaktionen wurden aus 1900 Einsendungen als preiswürdig ausgewählt. Neben der Reise zur Preisverleihung und zum Schülerzeitungskongress nach Berlin erhalten die Gewinner Preisgelder zwischen 250 und 1000 Euro.

Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV, der auch die Laudatio auf die Redaktion des SBBZ St. Michael hielt, erklärte zum Engagement der Zeitungsverleger: „Schülerzeitungen sind das Sprachrohr der Schülerinnen und Schüler. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für die demokratische Schulkultur. Die jungen Redakteure und Redakteurinnen vermitteln den kompetenten Umgang mit Nachrichten und auch mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Kreativität und das Engagement sind beeindruckend, und es ist dem BDZV ein besonderes Anliegen, diesen Einsatz der Schüler und der betreuenden Lehrkräfte zu würdigen.“

Weitere Laudatoren waren unter anderen Jochen Arntz, Chefredakteur der „Berliner Zeitung“; Jan Drebes, Parlamentskorrespondent der „Rheinischen Post“; Henry Lohmar, Stellvertretender Chefredakteur der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“; Stephan-Andreas Casdorff, Herausgeber des „Tagesspiegels“; Stefan Dammann, Abteilungsleiter beim „Weser-Kurier“; und Sven Gösmann, Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur.

Der Schülerzeitungswettbewerb der Länder unter dem Titel „Kein Blatt vorm Mund“ wird seit 2004 von der Jugendpresse Deutschland und den Ländern der Bundesrepublik Deutschland veranstaltet und von der Kultusministerkonferenz empfohlen. Hauptpartner ist seit 2017 der BDZV. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Wettbewerb.

Alle Preisträger und weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier: https://schuelerzeitung.de/wettbewerb/