Goldene Kamera für „Im Labyrinth der Macht“

Die SWR-Produktion „Im Labyrinth der Macht – Protokoll einer Regierungsbildung“ von Stephan Lamby (Kooperation mit NDR und RBB) ist mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet worden. Im Labyrinth der Macht„Schöne heile Welt“ mit Richy Müller ist nominiert.

Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks: „Es gibt niemanden, der auf so präzise Art Politiker bei der Arbeit beobachten kann und sie dann auch vor der Kamera zum Sprechen bringt wie Stephan Lamby. Mit seiner Dokumentation „Im Labyrinth der Macht“ hat er auf unnachahmliche Weise die schwierige Regierungsbildung im Anschluss der vergangenen Bundestagswahl nachgezeichnet. Stephan Lamby schafft es, Politik verständlich und spannend darzustellen, ohne das Geschehen zu vereinfachen. Umso mehr freuen wir uns jetzt schon auf seine kommende Dokumentation in unserem Auftrag: „Die Notregierung. Ungeliebte Koalition“, die genau dort anknüpft, wo der Preisträger aufgehört hat. Außerdem drücken wir dem nominierten Fernsehfilm „Schöne heile Welt“ kräftig die Daumen – diese liebevolle Produktion mit Richy Müller in der Hauptrolle hat die Goldene Kamera mehr als verdient.“

Chronik zur Lage der Republik

„Im Labyrinth der Macht – Protokoll einer Regierungsbildung“ wird in der Kategorie „Bester TV-Journalismus“ mit der Goldenen Kamera geehrt. Der Dokumentarfilmer Stephan Lamby zeigt, wie die deutsche Politik nach der Bundestagswahl im September 2017 in eine verfahrene Situation geriet: Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik mussten die Deutschen so lange auf die Bildung einer neuen Regierung warten. Stephan Lamby hat diese Ausnahmesituation beobachtet und zahlreiche Akteure der Jamaika- und GroKo-Verhandlungen interviewt. Eine erhellende Chronik zur Lage der Berliner Republik. Redaktion: Thomas Michel (SWR), Kuno Haberbusch (NDR), Ute Beutler (RBB). Die Dokumentation wurde am 5. März 2018 im Ersten ausgestrahlt.

Ungleiches Freundespaar von Abschiebung bedroht Im Film „Schöne heile Welt“, der für die Goldene Kamera nominiert ist, erzählt Autor und Regisseur Gernot Krää von sozialer Realität und seelischen Verletzungen und vereint dabei wirklichkeitsnahes Drama und liebevolle Komödie. Im Mittelpunkt steht Richy Müller als arbeitsloser Elektriker Willi, der kenntnisreich die Nischen des Sozialsystems ausnutzt, in dem er sich widerwillig eingerichtet hat. Willi blickt erst wieder über seinen Tellerrand hinaus, als er eine gemeinsame Leidenschaft mit dem aus Afrika stammenden Jugendlichen „Franz“ entdeckt. „Schöne heile Welt“ ist eine Produktion des Südwestrundfunks in Zusammenarbeit mit ARTE, ausführender Produzent Nils Reinhardt, Redaktion Ulrich Herrmann (SWR) und Andreas Schreitmüller (ARTE). Die Erstausstrahlung im Ersten war am 10. Februar 2019.

Die Goldene Kamera wird von der Funke Mediengruppe verliehen und am Samstag, 30. März 2019, in Berlin an die Preisträger überreicht, zu sehen ab 20:15 Uhr im ZDF.