Milliardengeschäft Porno im Internet

Die Pornografie wandelt sich durch das Internet radikal – im Netz ist ein neues Porno-Genre entstanden: Milliardengeschäft Porno - Gefahr aus dem Internetkostenlos und frei verfügbar. Dort finden sich billig gedrehte Filme mit Amateuren und Webcam-Girls, mit denen Konsumenten sogar selbst Sex haben können. Die ZDFinfo-Dokumentation „Milliardengeschäft Porno – Gefahr aus dem Internet“ beleuchtet am Samstag, 9. März 2019, 22.00 Uhr, die Schattenseiten dieses Geschäfts mit der Pornografie.

Eine dieser Schattenseiten: Pornos sind so gefährlich wie Drogen – es gibt immer mehr süchtige Konsumenten, die ein falsches Bild von Sexualität bekommen. Einige von ihnen fügen Frauen später Gewalt zu, wie im Porno – sie kennen es ja nicht anders. Rocco aus Leipzig gehört zur sogenannten Generation Porno und sagt: „Pornos zerstören dein Leben.“ Der 21-Jährige war fünf Jahre lang pornosüchtig.

Eine Erziehungswissenschaftlerin der Universität Marburg hat dazu fast 3000 Schüler befragt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Sexuelle Gewalt ist Alltag für Jugendliche. Der häufige Konsum von Pornografie erhöht die Wahrscheinlichkeit für sexuelle Übergriffe.

Eine weitere Studie zeigt: Jugendliche und Kinder werden immer früher mit Pornos konfrontiert – häufig ungewollt. Es kann sie ein Leben lang schädigen. Aber sind die Schattenseiten Grund genug, eine ganze Branche zu verteufeln oder an Verbote zu denken? „Nein“ sagen die, die Pornografie als legitimen Teil einer liberalen Gesellschaft sehen. „Ja“ sagen nicht wenige Kritiker und schlagen Alarm: Eine ganze Generation, eine ganze Gesellschaft würde darunter leiden, wenn nichts dagegen unternommen werde – Pornografie sei der Einstieg in die Prostitution und umgekehrt.

ZDFinfo zeigt die 90-minütige Dokumentation von Autor Christian Stracke erneut am Freitag, 15. März 2019, 1.15 Uhr, sowie am Sonntag, 14. April 2019, 0.45 Uhr.