AUSZEICHNUNGEN FÜR DIE BESTEN FERNUNI-CLIPS

Duftendes Popcorn, roter Teppich und große Leinwand – so feierte das Filmfestival der FernUniversität in Hagen am Samstag, 2. Februar, seine Preisverleihung auf dem Campus.

FernUniversität-Filmfestival-2019-Erster-Preis.jpgIm Rahmen eines Wettbewerbs konnten Teilnehmende selbstproduzierte Kurzfilme mit Bezug zur FernUni einreichen. Daraus die besten drei Clips auszuwählen, fiel den Medienprofis in der Jury  angesichts der großen Vielfalt und hohen Qualität der Beiträge alles andere als leicht. Nach intensiver Diskussion und Beratung setzten sich folgende drei Filmschaffende in dem Kopf-an-Kopf-Rennen um die Preisgelder durch:

1.       David Johann Lensing: „Im Netz der Möglichkeiten – eine Hymne ans Fernstudium“; 3.000 Euro Preisgeld

2.       Steffen Meyer: „Projektmanagement“; 2.000 Euro Preisgeld

3.       Jonathan Klemm (Ohne Titel); 1.000 Euro Preisgeld

Abseits des regulären Wettbewerbs verlieh der Zonta Club Hagen einen mit 600 Euro dotierten Sonderpreis. Damit würdigte er den Kurzfilm „Mutterland-Vaterland“ von Claudine Ndlovu, der die Geschichte von drei jungen Frauen erzählt, die als Au-Pairs von Zimbabwe nach Deutschland gekommen sind, um sich hier eine berufliche Zukunft aufzubauen. Überreicht wurde der Preis von der Präsidentin des Clubs Anna Göbel.

Erster Preis für „Hymne ans Fernstudium“

Der Träger des ersten Preises David Johann Lensing war gemeinsam mit seiner Frau Sonia aus Aachen angereist. Er arbeite grundsätzlich gerne an Kurzfilmen und beteilige sich damit an Ausschreibungen, verriet der Fernstudent im Bachelor Kulturwissenschaften. „Als die FernUni so einen Wettbewerb ausgeschrieben hat, wollte ich natürlich sofort mitmachen!“ Sein Clip, der auf humorvolle Weise Betrachtungen aus dem Studienalltag mit der philosophischen Frage „Was ist der Mensch?“ verbindet, ist auch dank produktiver Teamarbeit so gut gelungen: Insgesamt standen zwanzig Personen vor der Kamera, Sonia Lensing hatte dem Drehbuch den letzten Schliff verliehen. „Ich freue mich riesig!“, betonte David Lensing. „Es ist total toll, was man hier für ein Feedback von der Jury bekommen hat.“ Für ihn war es nicht das erste Mal, dass er sich filmisch mit seinem Fernstudium auseinandergesetzt hat. Auch in seinem prallgefüllten YouTube-Channel erklärt er immer wieder Lerninhalte.

Beeindruckte Jurymitglieder

David Lensings Routine als Schauspieler ist auch seiner geschulten Erzählstimme anzumerken, die der Jury besonders im Ohr geblieben ist. „Wir haben dieser Stimme sehr gern zugehört“, sagte Margarita Kaufmann, Jury-Mitglied und Kulturdezernentin der Stadt Hagen, in ihrer Laudatio. Zudem lobte sie auch die „Poesie zwischen den Zeilen“, mit der der Kurzfilm „von den Möglichkeiten des lebensbegleitenden Lernens“ erzähle.

Kajo Fritz, der als Produktionsleiter und Leiter der Titelredaktion der Tageszeitung Westfalenpost in der Jury saß, hielt die Laudatio auf den Träger des zweiten Preises, Steffen Meyer. Dieser hatte mit einem pointierten Stop-Motion-Film überzeugt, der zwei Figuren aus Knetmasse als Darsteller zeigte. „In Trickfilmen steckt eine Menge Arbeit. Unzählige Einstellungen müssen überlegt – und in diesem Fall – viel Knetmasse geknetet werden“, unterstrich Fritz den hohen Produktionsaufwand. Die Jury-Entscheidung begründete er unter anderem mit der „Liebe zum Detail“ und der „stringenten Botschaft“ des pointierten Videos.

Mit viel Humor begeisterte auch das Video von Jonathan Klemm, das von den alltäglichen Herausforderungen des Fernstudierens berichtet. Beate Schröder-Off, Redakteurin der WDR-Bildungsredaktion maß die hohe Qualität des Beitrags unter anderem an der „auserzählten Geschichte, dem dramaturgisch sinnstiftenden Einsatz sehr unterschiedlicher Musik“ und „den vielen variierenden filmischen Mitteln“.  Ihre Laudatio schloss die Jurorin mit einer grundsätzlichen Respektbekundung und verlieh Klemm den dritten Preis „stellvertretend für alle Fernstudierenden, die am Ball bleiben, selbst wenn es auch mal anstrengend wird“.

Gemeinsamer kreativer Austausch

Ob humorvoller Sketch, liebevoller Animationsfilm oder fundierter Erklärbeitrag – die über 30 Einreichungen bildeten die ganze Bandbreite kreativer Filmkunst ab. Entsprechend interessant war der Austausch der Teilnehmenden untereinander beim anschließenden Empfang mit Snacks und Drinks. Hier gab es auch Gelegenheit, mit den Jury-Mitgliedern zu sprechen und sich abschließend Lob, Tipps und Anregungen für die eigene Arbeit einzuholen.

Die neun vorab nominierten Clips gibt es in den nächsten Wochen auf den Social-Media-Kanälen der FernUniversität zu sehen – oder bereits jetzt im YouTube-Channel der Hochschule.