Engagement der Johanniter im Bevölkerungsschutz ausgezeichnet

Bei der Verleihung des Förderpreises „Helfende Hand“ sind am 3. Dezember drei Projekte mit Johanniter-Beteiligung ausgezeichnet worden. 20181203_Verleihung Helfende Hand Berlin Gewinner Johanniter-Unfall-Hilfe.jpgIm Berliner Kommunikationsmuseum überreichte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Stephan Mayer, MdB, die zum zehnten Mal ausgelobten Förderungen für Ehrenamt im Bevölkerungsschutz in Höhe von insgesamt 40.000 Euro.

Dr. Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, zeigte sich beeindruckt von den vorgestellten Projekten: „Der Förderpreis „Helfende Hand“ ist ein wichtiges Instrument, um den Einsatz der vielen Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz sichtbar zu machen. Daher gratuliere ich nicht nur den diesjährigen Gewinnern, sondern danke allen Aktiven, die sich tagtäglich im Bevölkerungsschutz engagieren.“

Hubertus von Puttkamer, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, war in der diesjährigen Jury vertreten und resümiert: „Das beeindruckendste Projekt lebt erst durch die Menschen, die es verwirklichen. Daher verdient die Bereitschaft, sich in der Freizeit im Bevölkerungsschutz einzusetzen, noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung.“

Aus mehr als 200 eingereichten Bewerbungen hatte die Jury 15 Projekte ausgewählt. In der Kategorie „Nachwuchsarbeit“ belegte die Johanniter-Jugend zusammen mit sechs weiteren helfenden Jugendverbänden in Thüringen mit ihren „H7 Blaulichtcamps“ den 2. Platz. In einem dieses Jahr bereits zum zweiten Mal veranstalteten Zeltlager konnten sich mehr als 100 Nachwuchshelfer verschiedener Organisationen besser kennenlernen und in der Teamarbeit stärken.

In der Kategorie „Innovative Konzepte“ erreichte das Bündnis „Gemeinsam für Münster“, das in den vergangenen Jahren bereits mehrfach mit der „Helfenden Hand“ ausgezeichnet worden war, mit ihrem Projekt „Geocaching trifft Erste Hilfe“ diesmal den 4. Platz. Um die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren, hatten die vier großen Hilfsorganisationen zum Tag der Ersten Hilfe ein Geocaching-Event mit fünf Erste-Hilfe-Stationen im Stadtgebiet von Münster veranstaltet.

Gleich einen dreifachen Erfolg konnte in diesem Jahr die Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen verbuchen, ebenfalls mit Johanniter-Beteiligung. Bei den „Innovativen Konzepten“ schaffte sie es mit ihrem Projekt „Gemeinsam gegen Gewalt!“ auf den 2. Platz. Durch die Schulung mit einfachen Maßnahmen und Verhaltensregeln lernen dabei Helferinnen und Helfer, gefährliche Auseinandersetzungen während ihrer Einsätze bereits im Vorfeld zu vermeiden oder deeskalierend zu wirken. Durch einfache Selbstverteidigungstechniken lernen sie auch, sich besser gegen Übergriffe zu wehren.

Auch den Sonderpreis der „Helfenden Hand“, der in diesem Jahr unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ stand, konnten die Augsburger Hilfsorganisationen für sich entscheiden. Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 hat die Arbeitsgemeinschaft mit ihrem Slogan „Zusammen in die Zukunft“ bereits unzählige Einsätze gemeinsam bewältigt. Am Ende konnten sich die Augsburger mit 2.195 der rund 7.000 abgegebenen Stimmen auch noch über den diesjährigen Publikumspreis freuen.

Die „Helfende Hand“

Die „Helfende Hand“ ist ein Förderpreis, den das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat jährlich vergibt. Der jeweilige Bundesinnenminister zeichnet Ideen und Konzepte aus, die das Interesse der Menschen für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz wecken. Zudem ehrt er Unternehmen, Einrichtungen und Personen, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbildlich begleiten bzw. Unterstützer/-innen, die den Bevölkerungsschutz in besonderer Weise fördern. Die Auszeichnung wird seit 2009 jährlich verliehen.

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. ist mit rund 22.000 Beschäftigten, mehr als 37.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und rund 1,3 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland. Die Johanniter-Unfall-Hilfe engagiert sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

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