Mehr als 30.000 Besucher bislang bei der Wanderausstellung „NS-Jugend“

Sie ist nach wie vor ein Renner des Stadtmuseums Hagen: Die Wanderausstellung zum Thema „Jugend im Nationalsozialismus“. Seit 2009 war sie bislang an 25 Stationen zu sehen und hat mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher angelockt.

Wanderausstellung

Vornehmlich wird die Ausstellung an Schulen und Bildungseinrichtungen ausgeliehen, doch war sie auch schon an anderen Orten zu sehen, so beispielsweise im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Obwohl die Ausstellung hauptsächlich an verschiedenen Schulen im Hagener Raum gezeigt wurde, so ist ihr Einsatz nicht auf die Stadt beschränkt. Auch an den Bodensee und nach Norddeutschland wurde sie schon verschickt.

Das Interesse an der Ausstellung ist nach wie vor ungebrochen. Die nächsten Ausstellungsorte stehen bereits fest. Noch im September wird sie im Rahmen einer Projektwoche an der Lieselotte-Funcke-Schule in Hagen gezeigt und danach an das Fichte-Gymnasium, Albrecht-Dürer-Gymnasium, Ricarda-Huch-Gymnasium und die Gesamtschule Eilpe ausgeliehen.

Entstanden ist die Wechselausstellung aus einer Präsentation im Stadtmuseum Hagen mit dem Titel „und sie werden nicht mehr frei – Jugend im Nationalsozialismus“. Dies war bislang die Ausstellung, die die meisten Schulklassen angezogen hat. Mehr als 300 Klassen hatten damals das Museum besucht und dort an einem speziellen museumspädagogischen Programm teilgenommen. Beide Ausstellungen, sowohl die Wechselausstellung im Stadtmuseum als auch die Wanderausstellung, wurden seinerzeit mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Das Thema ist heute aktueller denn je, denn der Rechtsextremismus ist in Deutschland nach wie vor ein gravierendes Problem. Zuletzt haben der NSU-Prozess und die Ereignisse in Chemnitz gezeigt, wie verbreitet rechtsextremes Gedankengut ist, wie offen und in welch hohem Ausmaß mittlerweile mobilisiert werden kann und auch unmissverständlich dargelegt, wie groß die Gefahr ist, die davon ausgeht. Bei der Mobilisierung stehen insbesondere Jugendliche als mögliche Ansprechpartner im Vordergrund.

Aus der Beschäftigung mit dem historischen Thema lassen sich Erkenntnisse gewinnen und Einstellungen ableiten, die dazu beitragen, Strukturen antidemokratischer, menschenverachtender und selbst vor Gewalt nicht zurückschreckender Systeme und Organisationen zu erkennen und dagegen zu sensibilisieren.

Die Ausstellung besteht aus 20 einfach aufzubauenden Displays, der Zeitaufwand dafür beträgt nicht mehr als eine Stunde. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es das passende Unterrichtsmaterial dazu. Wer Interesse hat, kann sich beim Stadtmuseum Hagen (Telefon 02331/207-3603) melden. Die Ausleihe ist kostenlos.

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