Sechs Preisträger aus NRW beim Green Music BBQ geehrt

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Köln. Licht aus, Musik leiser, und warme Getränke? Energiesparen geht auch anders! Zwar haben Eventlocations im Allgemeinen einen hohen Energieverbrauch – trotzdem kann schon mit wenigen energieeffizienten Maßnahmen die Umwelt und auch der Geldbeutel geschont werden.

Dass dies möglich ist, zeigen in diesem Jahr sechs hochkarätige Akteure aus NRW, die heute bei der Verleihung der Green Music Awards 2018 auf dem „grünen Teppich“ im Kölner Stadtgarten ausgezeichnet wurden. Im Rahmen der Musikmesse c/o pop lud die EnergieAgentur.NRW gemeinsam mit der Green Music Initiative (GMI) und weiteren Partnern und Experten aus der Musikbranche zum fünften Mal in Folge zu der feierlichen Auszeichnung der Green Music Awards in entspannter Kulisse ein.

E-Mobilität, City-Logistik-Konzepte, Sharing-Systeme – das E-Bike Festival, welches im April tausende Besucher in die Dortmunder Innenstadt lockte, stand ganz im Zeichen nachhaltiger Mobilitätskonzepte. Somit stand auch für die Organisatoren, der PLAN B event company, von Beginn an fest, dass Nachhaltigkeit und damit klimafreundliche Maßnahmen auch in der Veranstaltungsorganisation nicht fehlen durften. Der Strombezug aus erneuerbaren Energiequellen, die Vermeidung von Verpackungen beim Catering und die Kompensation der Restemissionen des Festivals durch Investitionen in Klimaschutzprojekte, stellten in diesem Jahr folglich wichtige erste Schritte hin zu einer klimafreundlichen Großveranstaltung dar. „Nicht nur das Leistungsspektrum im Bereich E-Mobilität, dass auf dem E-Bike-Festival vorgestellt wurde, hat in Dortmund überzeugt – auch die Veranstaltungsorganisation hat gezeigt, dass individuelle Mobilität und Nachhaltigkeit eine Allianz eingehen können und das mit wenigen aber bedachten Maßnahmen schon eine Menge für den Klimaschutz getan werden kann“, lobte Jacob Bilabel, Gründer der GMI, die PLAN B event company.

Ein weiterer Akteur aus NRW, der den Green Music Award erhielt, stammt aus der Filmbranche: So bietet das „Cinema Sumeet“  vom Neuer Kölner Filmhaus e.V., Seminare und Weiterbildungen zum Thema Nachhaltigkeit bei der Filmproduktion an, wie beispielsweise die Weiterbildung zum „Green Film Shooting“. „Die NRW-Medienbranche kann viel tun im Bereich Nachhaltigkeit: Standards für grüne Film- und Fernsehproduktionen sind bereits stark im Kommen. Die Weiterbildungen des Cinema Sumeet zeigen, dass in verschiedenen Themenbereichen, wie bei Strombezug, Mobilität sowie Ausstattung und Beleuchtung am Set – mit der ein oder anderen Umstellung schon viel zu erreichen ist“, lobte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, bei der Übergabe.

Zwei weitere Festivalveranstalter erhielten Auszeichnungen: Auf ein Mehrwegsystem im Gastronomiebereich, eine konsequente Müllvermeidung und die Umstellung auf LED hat sich das internationale Musik- und Theaterfestivals „KulturPur“ in Südwestfalen fokussiert. Bis zu 20 Prozent des Energieverbrauchs konnten so gesenkt werden. Auch das populäre Juicy Beats Festival in Dortmund wurde mit seiner Initiative „A Greener Beat“ ausgezeichnet. So wird das Pfandgeld an gemeinnützige Projekte wie „Viva con agua“ gespendet, freiwillige Helfer sind zur Abfallbeseitigung engagiert und die Anreise für die Besucher mit dem ÖPNV ist kostenlos. Ein weiterer Akteur, der am Abend für Maßnahmen zur Anpassung der Organisationsprozesse an die Herausforderungen des Klimawandels geehrt wurde, war der Deutsche Evangelische Kirchentag.

Ein Club, der in diesem Jahr wiederum eine Energieeffizienzberatung erhielt, ist das Bollwerk 107 aus Moers. Mit Unterstützung der EnergieAgentur.NRW, wurde erstmals zusätzlich zur technischen Energieberatung noch ein individueller Workshop für die Mitarbeiter organisiert. Auf dem entwickelten Maßnahmenplan steht unter anderem die Verwendung von Zeitschaltuhren für Kühlgeräte, die Umstellung auf LED, die Installation von Bewegungsmeldern für die Außenbeleuchtung sowie ein Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement im Büro.