„Jugend ohne Gott“ statt „Maria Stuart“

Eigentlich sollte am Freitag, 15. Juni, 20 Uhr, das Schauspiel Bochum mit seiner Produktion von Friedrich Schillers „Maria Stuart“ im Siegener Apollo-Theater zu Gast sein. Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble kann das Stück aber leider nicht gezeigt werden. Als Ersatz wird „Jugend ohne Gott“ – ebenfalls vom Schauspiel Bochum – zu sehen sein.

03 Jugend ohne Gott (c) Birgit Hupfeld

Jugend ohne Gott“ basiert auf dem gleichnamigen Roman des österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horváth, der 1937 veröffentlicht wurde. Darin schildert der Autor den Verlust des autonomen Denkens am Beispiel einer namenlos gewordenen Generation Jugendlicher. Ihnen vorgesetzt ein Lehrer, der sich zusehends in Verfehlungen gegenüber seinen Schülerinnen und Schülern verstrickt, während der Nationalsozialismus das Erziehungswesen und die Gesellschaft fest in seinem Griff hat.

Horváths literarische Vorlage ist eine Kriminalgeschichte über erste Liebe und Sexualität, Gewalt und Gleichgültigkeit, über die Suche junger Menschen nach Orientierung und Erwachsener nach dem Umgang mit der Wahrheit. Die Inszenierung von Martina van Boxen holt die Handlung des Romans in unsere Gegenwart mit deutlichen Verweisen auf die Entstehungszeit des Werks. Auf der Bühne stehen nicht nur Ensemblemitglieder des Schauspiels Bochum, sondern auch junge Schauspielstudierende der Folkwang Universität der Künste.

Bereits gekaufte Karten für „Maria Stuart“ behalten natürlich ihre Gültigkeit.

Karten (19 – 33 Euro, ermäßigt 11 – 25,50 Euro) gibt es an der Apollo-Theaterkasse (Di-Fr. 13-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr sowie eine Stunde vor der Vorstellung), an den Vorverkaufsstellen oder online: http://www.apollosiegen.de. Telefonische Kartenbestellungen sind während der Theaterkasse-Öffnungszeiten möglich: 02 71 / 77 02 77-20.

Pressestimmen:

In gut eineinhalb Stunden entwickelt sich ein beklemmendes Spiel zwischen Ohnmacht und Obsessionen, das in seiner Holzschnittartigkeit dem Autor Ödön von Horváth sicher gefallen hätte. Regisseurin Martina van Boxen hat den Ton des Textes exakt getroffen.

WAZ

Besetzung:

Der Lehrer: Martin Weigel

Julius Cäsar, Der Pfarrer, Der Hausmeister: Michael Habelitz

Der Z, Der Vater des N, Der Kommissar: Rudolf Klein

Die F, Die Direktorin, Eva: Anne Stein

Die L, Nelly, Die Mutter des Z: Franziska Roth

Der R, Der Feldwebel, Der Schriftführer, Der Diener: Leonhard Meier

Der N, Der Verteidiger, Der Polizist: Yannik Heckmann

Die B, Die Staatsanwältin, Die Mutter des T: Anne Weise

Die T, Die Richterin: Clara Kroneck

Live-Musik: Manuel Loos, und Ensemble

Regie: Martina van Boxen

Choreografie: Arthur Schopa

Bühne: Michael Habelitz

Kostüme: Esther van de Pas

Musik: Manuel Loos

Licht: Bernd Kühne

Dramaturgie: Eva Bormann

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