„Unterwegs zu Gaby Glückselig“

Das Buch dokumentiert die persönliche Auseinandersetzung einer „Kriegsenkelin“ mit den Aus- und Nachwirkungen des Holocaust. Anlass sind ihre Reisen zum Stammtisch jüdischer Emigranten bei der Gastgeberin Gaby Glückselig in New York. Zeitlich parallel hat sie bei der Recherche über ihren Großvater Teile der verschwiegenen Geschichte seiner SS- Mitgliedschaft entdeckt. Das Tagebuch ist persönliche Auseinandersetzung mit Schuld in der eigenen Familie und detaillierte Betrachtung von gesellschaftlicher Verflechtung.

88 % der Deutschen sind nach einer Studie der Uni Bielefeld der Ansicht, dass das Wissen um die NS-Zeit zu Deutschland gehört. Deutlich zeigt sich in der Studie, dass mit dem Verschwinden von Zeitzeugen, die den meisten Befragten als Infoquelle am wichtigsten sind, der Punkt Glaubwürdigkeit nicht mehr so einfach zu erreichen ist. Um so wichtiger, dass wir die letzten Zeitzeugen besuchen und ihnen zuhören. Patricia Paweletz war in New York beim Stammtisch der Überlebenden und sprach mit Ihnen.

Es ist ein Buch geworden, das uns mitnimmt auf eine große und eine persönliche Reise. Paweletz gelingt das Spagat zwischen sensibler Berichterstattung, eigener Betroffenheit und großer Offenheit. Ein ungewöhnliches Buch – diese Reise zu Gaby Glückselig.

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